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Partner der Feuerwehr

Offensive zur Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen von Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren im Einsatzdienst

Verleihung

Die Übergabe der Urkunde durch den für die Feuerwehr vor Ort ranghöchsten/wichtigsten Repräsentanten z. B. Bürgermeister, Landrat, MdL, MdB, SBR / KBR .... kann je nach örtlichen Gegebenheiten erfolgen, z. B.: im Rahmen des Jahrestreffens der Feuerwehrarbeitgeber, anlässlich einer öffentlichen Innungs- oder Kammerveranstaltung, während einer örtlichen Gewerbeschau oder ähnlichen Publikumsveranstaltung, am Tag der Offenen Tür der Feuerwehr, in Abstimmung mit dem Arbeitgeber aus bestimmten Anlass in dessen Geschäfts-/Betriebsräumen.

Wichtig ist, dass alle Medienkontakte einschließlich der des Trägers (z. B. der Kommune) für diesen Anlass aktiviert werden, um ein für den / die Arbeitgeber nützliches Medienecho zu erreichen.

Nur ein Baustein

Die gewünschte meinungsbildende Wirkung im Sinne des Anliegens der Feuerwehren ist jedoch nicht mit nur einer derartigen "Eintagsfliege" Verleihung - selbst wenn die Verleihung in einem attraktiven äußeren Rahmen eingebettet ist - zu erreichen. Die Verleihung ist lediglich ein, wenn auch herausgehobener Baustein in einem Zusammenspiel unterschiedlicher, den örtlichen Gegebenheiten angemessenen und erforderlichen Maßnahmen.

Als Anregung für eigene örtliche Aktivitäten sind nachfolgend einige ergänzende Aktionen skizziert. Diese Maßnahmen sind nicht zwanghaft an eine Kombination mit der Verleihung gekoppelt. Konsequent, d. h. dauerhaft durchgeführt eignen sie sich dazu, auch unabhängig von der Verleihung einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Partnerschaft zwischen Arbeitgebern und örtlicher Feuerwehr zu leisten.

Wichtig ist die Dauerhaftigkeit derartiger Einstiege, weil daran die Ernsthaftigkeit des Anliegens ablesbar ist und erkennbar wird, dass es sich dabei nicht lediglich um ein (z. B. wahl-) taktisches Manöver handelt.

Jahrestreffen mit den Arbeitgeber

  Jahrestreffen der Arbeitgeber der örtlichen Feuerwehrangehörigen einschließlich Pendler-Arbeitgeber und Medien evtl. unter Beteiligung des Rates und der zuständigen Verwaltungsmitarbeiter (Feuerwehrdienst, Entschädigungen, Lohnkostenerstattung).
Ziel: Dankeschön (mit Beköstigung); Aussprache über Beschwerden und Probleme; Erfassung und - soweit gleich möglich - Aussprache über Arbeitgeberanregungen zum Feuerwehrdienst; Jahresrückblick und Jahresplanung der örtlichen Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr, je nach örtlichem Bedarf und Teilnehmerkreis Tipps/Hinweise z. B. über Neuerungen und Möglichkeiten im betrieblichen und häuslichen vorbeugenden Brandschutz, Feuerversicherungsfragen, Forschungs- und Brandanalyseergebnisse (Nebennutzen für die Teilnehmer).
Veranstalter: Träger der Freiwilligen Feuerwehr.
Einladende: Bürgermeister zusammen mit Wehrführung.


Informationsveranstaltung für Arbeitgeber

Ziel: Verständniswerbung für die Vielseitigkeit und die Anstrengungen beim Feuerwehrdienst ihrer Arbeitnehmer.
Maßnahme: Einladung der Arbeitgeber (und der Medien) zu einem (kostenfreien) Besuch der Landesfeuerwehrschule z. B. mit dem Omnibus. Dort mit Spezialprogramm zur Demonstration der obigen Zielsetzung und evtl. Probleme des "eigenen" betrieblichen Brandschutzes.

Je nach örtlichen Bedingungen sollten Vertreter der Standesorganisationen dazu geladen werden.


Beteiligung des/der Arbeitgeber(s) bei Ehrungen von Feuerwehrangehörigen und z. B. bei Jahresempfängen für die Feuerwehrangehörigen durch die Kommune

Ziel: Öffentliches Eingeständnis, dass es der Wehrführung bewusst ist, dass das Engagement des Feuerwehrmitgliedes nur dadurch möglich war und ist, weil der Arbeitgeber den Einsatzdienst nicht behindert.
Wichtig! Hinweis für den Redetext unter Namensnennung der Firma.
Verantwortlich: Wehrführung für die Berücksichtigung auf der Ladungsliste evtl. zusätzliches, ermunterndes Anschreiben, das im Falle einer Verhinderung bereits den Dank zum Ausdruck bringt.


Firmenlistung

Tenor: Diese Firmen sind es, die es unseren Feuerwehrleuten ermöglichen, dass unsere Feuerwehr (mit ausreichender Besetzung) so "schnell wie die Feuerwehr" am Einsatzort ist.
Maßnahme:

Auflistung aller Firmen mit Firmenzeichen bei denen Mitglieder der örtlichen Feuerwehr (ohne Einsatzbehinderungen) beschäftigt sind, z. B.:

  • Schildertafel an der Feuerwache,
    ähnlich wie bei Einfahrten in Gewerbegebiete als plakativer Daueraushang

  • Plakate oder Transparente am Tag der offenen Tür,

  • Rückseitendruck auf Briefpapier oder als Fußzeile, dann jedoch ohne Firmenlogo,

  • als "Pflichtveröffentlichung" in allen Publikationen bzw. auf Einladungsplakaten usw. (vergleichbar mit Sponsoraufdrucken)

Dankurkunden für Einsatzbetriebe:

Urkunde Partner der Feuerwehr

Ziel: Aufzeigen der "Mitbeteiligung" der Feuerwehrarbeitgeber an dem Feuerwehreinsatz anlässlich großer (mehrtägiger) Schadensfälle vor Ort oder bei Mitwirkung an überörtlichen Einsätzen.
Produktion: vor Ort als Einzelstücke evtl., mit Foto vomEinsatzgeschehen.
Unterschriften:  Einsatzleiter, Kommandant, Bürgermeister, Vorsitzender des LFV Bayern e. V.
Verleihung: Zum Beispiel im Rahmen einer auf den Einsatz folgen den Ratssitzung.

Spezielle Pressearbeit "Neueinstellung"

Ziel:
Bürgerinformation und Goodwill-Aktion für Arbeitgeber.
Maßnahme:

Bei Einstellung eines Feuerwehrangehörigen Kurzbericht der Feuerwehr mit Firmennennung an die regionalen Medien mit (wiederholtem) Hinweis auf die Bedeutung für die örtliche Sicherheit der Bevölkerung usw.

Bei guten Pressekontakten evtl. Serie oder "Wochenendbericht" über alle Arbeitgeber der örtlichen Feuerwehr und die Last der Arbeitgeber mit den Feuerwehreinsätzen und warum sie es dennoch tun.