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Neues Fachseminar der FF Neuötting

Brandschutzerziehung in und mit Kindergarten und Schule

03.12.2011 - 13:45 Uhr
Schon seit vielen Jahren beschäftigt sich die Neuöttinger Feuerwehr mit Brandschutzerziehung in und mit Kindergärten und Schulen. Diese Brandschutzerziehung musste in der Neuöttinger Wehr auf eine breitere Personalbasis und dabei auch auf einem hohen, vorhandenen Qualitätsmaßstab angelegt werden. Aus dieser Überlegung konzipierten die Verantwortlichen Jürgen Gastel, Josef Putz und Ramona Fenk ein Eintagesseminar. Da sich schnell zeigte dass die Vorbereitung hierzu sehr arbeitsintensiv sind und eineZusammenarbeit mit den Kindergärten und Schulen dazu unbedingt notwendig ist kam man zu dem Schluss das zu diesem Seminar auch Mitglieder anderer Feuerwehren und ErzieherInnen und LehrerInnen mit eingeladen und teilnehmen sollen.

Die Kreisbrandinspektion Altötting erkannte ebenso wie das Schulamt Altötting die Sinnhaftigkeit eines solchen Seminars und sie unterstützen es von Anfang an. Am 26.11.2011 war es nach etwas halbjähriger Themen- und Materialsammlung nun so weit. Jürgen Gastel konnte zum Pilotlehrgang 11 Teilnehmer, davon zwei Erzieherinnen aus dem örtlichen Kindergarten St.Nikolaus, begrüßen.

Nachweislich schon seit 1844, den Jahr in dem Heinrich Hoffmann das Buch „Struwelpeter“ für seinen Sohn schrieb gibt es Brandschutzerziehung in Deutschland. Die Geschichte von Paulinchen die allein zuhause war endete schrecklich. Heute muss Barndschutzerziehung von geänderten Voraussetzungen ausgehen. Kinder kennen Feuer nur noch aus dem Fernsehen. Der Umgang mir dem Feuer ist ihnen fremd, der Ofen wir elektrisch geheizt und die Heizung ist nur noch Thermostat gesteuert.

„Feuer als Feind“ aber auch „Feuer als Freund“ sind wichtige Ausbildungsinhalte beim Brandschutzerziehungsseminar. Aber auch das richtige Absetzen des Notrufes und das richtige Verhalten im Brandfall wollen gelernt sein. Die Ausbilder bieten den Seminarteilnehmern ein großes Angebot an Hilfsmitteln, Anleitungen und Unterrichtsmethoden an die sie dann in ihrer Arbeit anwenden können. In Gruppenarbeiten werden Ansätze zur Brandschutzerziehung gemeinsam erarbeitet und vertiefend geübt.

Die Nutzung und Anwendung des Brandschutzerziehungskoffers, der bei den Feuerwehren sehr weit verbreitet ist, wurde erläutert. Das Rauchhaus, im Besitz des Kreisfeuerwehrverbandes und dort auch ausgeliehen werden kann, dient zur Verdeutlichung der Rauchausbreitung und dem richtigen Verhalten im Brandfall. Das Wissen wie wichtig Rauchmelder sind und deren Funktionsweise erklären zu können wurde den Teilnehmern ebenfalls anschaulich gezeigt. Viele neue und bekannte Materialien und Medien die die Brandschutzerziehung unterstützen können wurden den Seminarteilnehmern vorgestellt. Das der Besuch der Kindergartengruppe oder der Schulklasse im Feuerwehrhaus mehr sein kann als nur eine reine Fahrzeugausstellungwurde in Gruppenarbeiten erarbeitet und von der Theorie in die Praxis umgesetzt.

Die Telnehmer, die zum größten Teil schon Erfahrungen bei der Brandschutzerziehung mitbrachten waren zum Ende des Seminars durchweg voller Lob für die Organisation des Seminars zu diesem Fachthema. Dem Wunsch der Teilnehmer nach mehr Möglichkeit des Erfahrungsaustausches untereinander wird bei der Vorbereitung der nächsten Seminare nachgekommen.

Das Tagesseminar:“Brandschutzerziehung in und mit Kindergarten und Schule“ wird in Zukunft zweimal jährlich im Februar und Oktober angeboten werden. Das nächste Seminar findet am Samstag den 25.02.2012 satt. Teilnehmen können Pädagogen aus Kindergärten und Schulen und Mitglieder der Feuerwehren im Landkreis Altötting. Anmeldung per Mail an info@feuerwehr-neuoetting.de. Rückfragen gerne an Jürgen Gastel 0171 / 3812140.
Quelle: Jürgen Gastel, 2.Vorstand FF Neuötting 03.12.2011