17. Landesverbandsversammlung mit Eröffnung der Feuerwehraktionswoche 2010
26.09.2010 - 11:32 UhrEine noch nie da gewesene Werbeaktion in Bayern kündigte Landesverbandsvorsitzender Alfons Weinzierl für die Jahre 2011 bis 2013 an. Die Aktion soll für Mitglieder, das Image der bayerischen Feuerwehren und die Arbeit des Landesfeuerwehrverbandes werben. Beispielsweise mit einer Buswerbung in allen bayerischen Städten und Landkreisen als ständiger „Hinkucker" und Multiplikator soll im Rahmen der Aktion "Feuerwehren 2020 - Voraus denken - Zukunft sichern!" für Nachwuchs und Mitglieder geworben werden. Staatsminister Joachim Herrmann begrüßte die geplante Aktion und sagte zu, dass der Landesverband auf die Unterstützung des Innenministeriums bauen kann.
„Eine engagierte Jugendarbeit betreibt die Jugendfeuerwehr Bayern“, lobte Vorsitzender Alfons Weinzierl. Als Aushängeschild bezeichnende Landeverbandsvorsitzender immer wieder die Jugendgruppen die sich bei Wettkämpfen Bayern weit, auf Bundesebene und sogar auf internationaler Ebene einen hervorragenden Namen gemacht haben. So vertritt Bayern in 2011 mit der FF Oberneukirchen beim internationalen Wettkampf in Slowenien die Deutsche Jugendfeuerwehr. Mit Cäcilia Danke konnte zum 1. Juli eine neue Jugendreferentin eingestellt werden.
Mit einem „Streifzug“ durch aktuelle Themenfelder des Feuerwehrwesens informierte Joachim Herrmann, Staatsminister des Innern. Herrmann sprach die Stärkung des Ehrenamtes an, den demografischen Wandel und eine vorbildliche Jugendarbeit an: „In Bayern kann von Nachwuchsproblemen bei den Feuerwehren Gott sei Dank keine Rede sein. Die Zahl der Feuerwehranwärter liegt stabil bei rund 50.000. Dies haben wir auch in hohem Maße dem Landesfeuerwehrverband und den örtlichen Feuerwehren zu verdanken. Mit sehr gezielter, praxisnaher Jugendarbeit begeistern sie die Anwärter bereits in jungen Jahren für die Arbeit in den Feuerwehren." Zur Erfüllung ihrer vielfältigen und wichtigen Aufgaben benötigen die Feuerwehren auch das notwendige Rüstzeug. Herrmann: "Der Freistaat Bayern unternimmt nach wie vor große finanzielle Anstrengungen, um den hohen Standard unserer Feuerwehren ständig zu verbessern. So sind in den vergangenen zehn Jahren mehr als 330 Millionen Euro für Feuerwehrfahrzeuge und Feuerwehrgerätehäuser eingesetzt worden. Durch den massiven Mitteleinsatz ist es auch gelungen, den Förderstau der vergangenen Jahre abzubauen und wieder zu einer zeitnahen Bewilligung und Auszahlung staatlicher Zuwendungen zu kommen."
Eine wesentliche Verbesserung hätten auch die Anfang Mai diesen Jahres in Kraft getretenen neuen Feuerwehr-Zuwendungsrichtlinien gebracht. Sie würden für die Kommunen nach den weitreichenden Erhöhungen bei der Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen und -geräten im vorletzten Jahr nun auch massive Verbesserungen bei der Gerätehausförderung bedeuten. "Ich freue mich, dass wir nach Abbau des Förderbergs nun in der Lage sind, auch die Belange der Kommunen mit größeren Feuerwehren gebührend zu berücksichtigen", so der Innenminister.
Als neue Bedrohungen, denen sich Feuerwehren ausgesetzt sehen, nannte Herrmann extreme Wetterlagen durch den Klimawandel für die es „tragfähige Zukunftsstrategien“ zu entwickeln gilt. Weitere Themen waren der Digitalfunk, Gewalt gegen Polizei und Feuerwehr im Einsatz, Föderalismus im Katastrophenschutz und die Integrierten Leitstellen, von denen mittlerweile 14 von 25 ihren Betrieb aufgenommen haben.
Eine den Feuerwehren sehr aufgeschlossene Oberbürgermeisterin durften die Delegierten kennenlernen. Als „Mitbürger besonderer Prägung“ bezeichnete Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer die Aktiven einer Feuerwehr, „die weit mehr sind als die Mitglieder eines Vereins“. „Das was die Frauen und Männer für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger leisten verdient unsere ehrliche Anerkennung und vor allem unsere volle Unterstützung“, lobte Oberbürgermeisterin Bauer. „Es muss die Aufgabe einer jeden Stadt sein, mit staatlicher Unterstützung dafür zu sorgen, dass den Aktiven Feuerwehrleuten die notwendigen Voraussetzungen, für ihren oft gefährlichen Einsatz zur Verfügung stehen.“ Viel Beifall erntete die Oberbürgermeisterin für ihren Appell: „Wir müssen unsere Feuerwehr vor Bürokratie schützen die oftmals nicht notwendig ist!“
HAIX-Schuhe neuer Kooperationspartner des LFV Bayern
Die Firma HAIX-Schuhe Produktion-und Vertriebs GmbH aus Mainburg konnte Vorsitzender Alfons Weinzierl auf der Verbandsversammlung als neuen Kooperationspartner vorstellen. HAIX-Geschäftsführer Ewald Haimerl konnte die Delegierten mit einem neuen Kooperationsprojekt überraschen: dem HAIX-Fire Hero Award und Junior Award.
Bei diesen Wettbewerben können sich alle Mitgliedsfeuerwehren des Landesfeuerwehrverbandes Bayern mit einem besonderen Einsatz oder einem außergewöhnlichen sozialen Engagement bewerben. Die Sieger des Erwachsenenwettbewerbes fliegen mit einer Löschgruppe in die USA und trainieren dort eine Woche im größten Feuerwehr-Trainings-Center der Welt (TEEX) in Texas. Der Preis beinhaltet Flug nach Houston, Übernachtung im Fire Fighter Hotel Hilton, Betreuung und Verpflegung im Wert von 30.000 Euro.
Eine unabhängige Jury wählt fünf Bewerber aus. Diese fünf Feuerwehren stellen ihren heldenhaften Einsatz oder soziales Engagement im Radio vor. Über die Platzierung entscheiden die Hörer über ein Internet-Voting.
Der Junior Award, der Wettbewerb für die Jugendgruppen ist an dem Erwachsenen-Wettbewerb angelehnt. Junge Feuerwehrmänner und -frauen (14-18 Jahre) können durch sportliche Leistungen den Junior AWARD gewinnen. Gewinner sind die besten bayerischen Teilnehmer am Leistungswettbewerb CTIF.
Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie rechtzeitig über die Homepage des Landesfeuerwehrverbandes Bayern.
Verabschiedungen und Ehrungen Für eine konsequente und nachhaltige Frauenarbeit in Landesfeuerwehrverband Bayern zeichnete Vorsitzender Alfons Weinzierl die Landesfrauenbeauftragte des LFV Bayern, Erika Riedl mit dem bayerischen Feuerwehr Ehrenkreuz in Silber aus. In ihrer Funktion als Frauenbeauftragte auf Kreis- und Bezirksebene, sowie seit über elf Jahren auf Landesebene gestaltete Erika Riedl die Frauenarbeit maßgeblich mit. „Erika Riedl ist Ansprechpartnerin für die Frauenbeauftragten in den Kreis-, Stadt- und Bezirksfeuerwehrverbänden, in denen über 21.000 Frauen in den bayerischen Feuerwehren und fast 12.000 Mädchen in den bayerischen Jugendgruppen organisiert sind“, sagte Vorsitzender Alfons Weinzierl in seiner Laudatio.
Vom langjährigen Landesstabsführer des Landesfeuerwehrverbandes Bayern und Leiter des Fachbereiches 10 „Musik“ Siegbert Sendner musste sich Alfons Weinzierl nach dessen altersbedingtem Ausscheiden in diesem Jahr verabschieden. Weinzierl dankte für Sendners langjährige Verbandstätigkeit. "Auch auf Bundesebene war Siegbert Sendner als Vertreter des Deutschen Feuerwehrverbands in der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände, Fachbereich „Spielleute“ tätig", würdigte Vorsitzender Alfons Weinzierl die Arbeit Sendners und überreichte ein kleines Geschenk.
Als „Firmen, die mehr tun, als sie müssten, die Verständnis für die Arbeit der Feuerwehren haben und das Ehrenamt unterstützen“ zeichnete Vorsitzender Alfons Weinzierl die Firmen Krones - Automatisierungsanlagen und Richard Karl - Sanitär, Heizung aus Rosenheim mit einer Firmenehrung aus. Beide Firmen beschäftigen insgesamt 18 aktive Feuerwehrdienstleistende ihren Firmen und stellen diese uneingeschränkt für die Feuerwehr Rosenheim viele Stunden im Jahr für den Einsatzdienst frei. "Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie für die Stadt Rosenheim selbst", sagte Alfons Weinzierl. Insbesondere freute sich Alfons Weinzierl das Firmenchef Richard Karl selbst noch einer der aktivsten Feuerwehrkameraden der Feuerwehr Rosenheim ist und zuhause, in der Firma, im Einsatzfall alles stehen und liegen lässt, um anderen zu helfen.
